VfL Bochum zeigt verschiedene Gesichter im Test gegen KFC Uerdingen

VfL Bochum zeigt verschiedene Gesichter im Test gegen KFC Uerdingen

Januar 22, 2020 1 Von Carsten Schulte

Im Bochumer Nieselwetter kehrte der VfL Bochum am Mittwochmittag in die Winterzeit von Deutschland zurück. Das Testspiel gegen den Drittligisten KFC Uerdingen wurde wegen der Platzverhältnisse vom Leichtathletikfeld nebenan aufs Trainingsfeld verlegt – und dort war der VfL zumindest von Beginn an hellwach und Herr im Haus. Am Ende stand ein 2:0-Sieg zu Buche und trotz einiger Szenen der Gäste hielt der VfL das eigene Tor sauber.

Beim VfL lief Neuzugang Robert Zulj erstmals “daheim” für die Blau-Weißen auf – und um das vorwegzunehmen: Ein bisschen Nachholbedarf hat der 27-Jährige noch.

Trainer Thomas Reis schickte sein Team diesmal mit einer Kette aus Gamboa, Decarli, Fabian und Soares aufs Feld, hinten rückte Riemann zwischen die Pfosten (der Torwart musste sich in der zweiten Halbzeit ein paar dumme Sprüche der Fans hinter dem Zaun anhören und fand das nur halb gut…). Das Mittelfeld bildeten Tesche, Losilla, Lee, Janelt, vorne rückten Blum und Ganvoula rein. Vor dem Anstoß gab es noch viele fröhliche Umarmungen für den Uerdinger Selim Gündüz, der seit Sommer für den KFC spielt und 2018 den VfL verlassen hatte.

Der Ex-Bochumer Selim Gündüz, seit Sommer 2019 beim KFC unter Vertrag.

Als Team war der VfL gleich drin im Spiel. Gerade drei, vier Minuten waren gespielt, als Danny Blum einen prima Pass erlief und dann die Ruhe behielt und zum 1:0 einschob. Und kaum war das erledigt, erhöhte Vitaly Janelt zum 2:0.

Das war, um es vorwegzunehmen, auch schon der Endstand. Aber natürlich passierte noch etwas …

Bochum machte das vor allem in der ersten Halbzeit gut. Chancen für den KFC gab es praktisch nicht. Einmal musste Riemann zupacken, als Osayamen Osawe fast von der Torauslinie eine scharfe Hereingabe vor das Tor der Bochumer brachte. Und das war es dann auch schon, was der Drittligist zu bieten hatte. Am Spielfeldrand schauten Stefan Effenberg und Klub-Investor Mikhail Ponomarev etwas angestrengt zu.

Defensiv ließ der VfL wirklich nichts anbrennen. Und vorne hätte noch ein Tor mehr fallen können – Blum scheiterte aber nach 25 Minuten, bzw. kam gegen Torwart Königshofer einen Schritt zu spät.

So ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel brachte Thomas Reis zunächst Simon Zoller und Neuzugang Zulj ins Spiel (Lee und Blum blieben draußen). Aber auf dem Platz riss beim VfL so ein bisschen der Faden.

Sicher kein Drama – frisch aus dem Trainingslager und nach einer souveränen ersten Halbzeit ging da wohl etwas die Konzentration flöten. Das brachte aber Uerdingen etwas besser ins Spiel. Die boten nun ihrerseits ihren Last-Minute-Neuzugang Rijad Kobiljar (23) auf, der aber nicht die gesamte Halbzeit erlebte… Nach einem Zweikampf mit dem eingewechselten Thomas Eisfeld fiel Kobiljar wohl unglücklich, zog noch etwas mit, ging dann aber erst einmal vom Feld.

Testspiel 22.1.2020: VfL Bochum gegen KFC Uerdingen 2:0. Neuzugang Robert Zulj.

Der KFC war nun aktiver, drückte immer häufiger in die Bochumer Hälfte. Aber so richtige Torchancen gab es trotzdem nicht. Nach 55 Minuten mal ein Schuss am langen Pfosten vorbei, nun ja. Die beste Szene gab es eigentlich nach etwa 75 Minuten, als der frühere Schalker Jan Kirchhoff zum Freistoß schritt und der KFC mit dem folgenden Kopfball scheiterte.

Da hatte der VfL aber bereits praktisch alle eingewechselt, die noch da waren. Celozzi, Bella Kotchap, Lorenz, Leitsch, Pantovic, Weilandt, Wintzheimer… das war dann Spielpraxis für alle.

Die beste Chance für den VfL vergab dann Simon Zoller wenige Minuten vor Schluss, als er nach einem KFC-Freistoß den schnellen Konter durchzog, aber freistehend am Uerdinger Torwart scheiterte. So blieb es beim 2:0. Eine starke erste Hälfte, eine etwas kraftlose zweite. Jetzt beginnt die Vorbereitung auf Bielefeld.

Testspiel 22.1.2020: VfL Bochum gegen KFC Uerdingen 2:0. Links Danny Blum gegen Assani Lukimya.

Statistik
VfL Bochum: Riemann – Gamboa (72. Celozzi), Decarli (72. Bella Kotchap), Fabian (72. Lorenz), Soares (72. Leitsch) – Tesche (63. Eisfeld), Losilla (72. Pantovic), Lee (46. Zulj), Janelt (63. Weilandt) – Blum (46. Zoller), Ganvoula (72. Wintzheimer)
Tore: 1:0 Blum (3.), 2:0 Janelt (7.)