2:0 in Osnabrück! VfL Bochum verabschiedet sich in Richtung Mittelfeld

2:0 in Osnabrück! VfL Bochum verabschiedet sich in Richtung Mittelfeld

Juni 14, 2020 0 Von Carsten Schulte

So lange es ist nicht her, da ging in Bochum das Abstiegsgespenst um. Fans gingen dem VfL von der Fahne, manch böse Kommentare mussten sich die Klubverantwortlichen und Spieler anhören. Dass Fußball ein schnelles Geschäft ist, beweist das Team von Thomas Reis derzeit. Sieg in Osnabrück, 42 Punkte, plötzlich steht der VfL im oberen Mittelfeld.

Archivbild: Jubel dank Manuel Wintzheimer. Foto: Imago

In der Rückrundentabelle liegt der VfL auf Platz 7, in der aktuellen Formkurve und der “Corona-Tabelle” auf Platz 1 – deutlich vor Tabellenführer Bielefeld.

Das frische Selbstbewusstsein der Bochumer drückte sich auch auf dem Spielfeld an der Bremer Brücke aus. Trainer Thomas Reis verzichtete auf Wechsel, brachte die Elf, die zuletzt St. Pauli mit 2:0 geschlagen hatte. Und ordentlich Zug hatte das Spiel des VfL, vor allem über die Seiten.

Die Führung des VfL fiel nicht zufällig eben so: Osei-Tutu wuchtete den Ball in die Mitte vor das Tor des VfL Osnabrück, dort musste Lukas Gugganig in höchster Not vor dem einschussbereiten Manuel Wintzheimer klären – aber schob dabei den Ball ins eigene Netz. Das war das 1:0 für den VfL und das ging auch so in Ordnung.

Eben jener Wintzheimer hatte in der Folge die Riesenchance zum 2:0, aber Osnabrücks Torwart Philipp Kühn bekam gerade noch die Hände hoch. Mit dem 1:0 aus Bochumer Sicht ging es in die Pause.

Unverändert startete der VfL in die zweite Hälfte. Dass Osnabrück sich nicht aufgegeben hatte, zeigte sich nach 47 Minuten, als der eingewechselte Bashkim Ajdini mit einem kräftigen Schuss prüfte, ob Manuel Riemann auf dem Posten war. War er.

Bochum selbst hatte weitere Szenen – Wintzheimer und der erneut gute Robert Zulj bekamen Chancen, frühzeitig alles klarzu machen.

Es dauerte aber bis zur 68. Minute, ehe der VfL endlich (wieder) jubeln durfte. Und diesmal war es auch ein “echtes” Bochumer Tor: Danilo Soares bediente Wintzheimer, der schloss ab zum 2:0. Bitter aus Osnabrücker Sicht, denn gerade brachten die Lila-Weißen ihre Offensivkräfte David Blacha und “Wühler” Marcos Alvarez – und ausgerechnet in diese Phase hinein erhöhte der VfL.

Zwar warf Osnabrück nun alles in die Waagschale, suchte den Weg Richtung Bochumer Tor. Aber um ehrlich zu sein: Viel sprang dabei nicht heraus.

Es war trotzdem nicht die letzte heiße Szene. Die gab es in der Schlussphase, als Lampropoulos Sebastian Klaas im Strafraum auf den Fuß und Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus auf Grundlage des VAR auf Strafstoß entschied. Der eingewechselte Anas Ouahim trat an, aber Riemann parierte wieder glänzend und lenkte den Ball noch an den Pfosten – so verhinderte der VfL, dass es doch noch spannend wurde.

Am Ende war das 2:0 perfekt. Das achte Saisonspiel ohne Gegentor, seit 286 Minuten ist Bochum ohne Gegentreffer.

Am kommenden Mittwoch muss der VfL in Aue ran.