VfL Bochum: So bewertet Trainer Thomas Reis den Test gegen Uerdingen

VfL Bochum: So bewertet Trainer Thomas Reis den Test gegen Uerdingen

Januar 22, 2020 0 Von Carsten Schulte

Nach dem Test gegen den KFC Uerdingen kennt Thomas Reis auch noch die offenen “Baustellen”. Oder Aufgaben, um es anders zu sagen. Der 2:0-Sieg im Testspiel gegen den KFC Uerdingen war eine Mischung aus konzentrierter Leistung und etwas kraftloserer Hälfte. So fiel auch das Fazit von Thomas Reis aus.

“Ich denke, wir haben eine ganz ordentliche erste Halbzeit gespielt”, so Reis nach dem Abpfiff der Partie auf dem Trainingsplatz. “Wir haben wenig zugelassen, hatten viele Positionswechsel.” Das war wohl auch der Eindruck der vielleicht 200 VfL-Fans hinter dem Zaun. Der VfL agierte stabil, ließ gegen den KFC wirklich nichts anbrennen und zog, wenn es ging, schnell nach vorn. “Wenn ich kritisch sein soll, dann hätten wir Uerdingen noch mehr Aufgaben stellen sollen. Aber insgesamt war das gut, wir hatten tiefe Laufwege.”

Beispielhaft sei das 1:0 durch Danny Blum erwähnt, das der VfL durch einen weiten Ball in den Lauf von Blum ermöglichte. “Das war genau das, was wir fordern.”

Den Ball im Blick: Cristian Gamboa (Mitte).

Nicht ganz so zufrieden war Reis dann mit der zweiten Hälfte. Aber das war auch keine große Überraschung. “Da haben wir etwas die Konzentration verloren, hatten wohl gedacht, wie seien im Spiel.” Zu klar waren die Anteile in der ersten Halbzeit verteilt, als dass die Mannschaft ernsthaft gefordert worden wäre. “Dann kommen eben einfache Ballverluste und wir wechseln auch noch. Das ist dann für die Spieler auch nicht mehr einfach.”

Man sollte das also nicht überbewerten. Dass Neuzugang Robert Zulj noch etwas Nachholbedarf hat, war aber auch Reis klar. “Das ist schon deutlich, aber auch nichts Schlimmes. Man merkt eben, dass er wenig Spielpraxis hatte”, so Reis.

“Wir wissen, dass er eine gute Qualität mitbringt. Wir müssen ihm einfach noch etwas Zeit geben. Aber wenn er ein paar Tage im Training ist und aufgeholt hat, wird er ein weiterer Baustein sein, mit dem wir variabel sein können.”

Robert Zulj (rechts) im Zweikampf mit Uerdingens Rijad Kobiljar.

Wie der VfL jetzt in der Liga antritt, will Reis noch nicht verraten – logisch. Defensiv bietet sich die Viererkette an, mit der das zuletzt gut geklappt hatte. “Wir haben die Dreierkette (mit zusätzlich zwei Spielern auf der seite, Anm.d.Red.) gespielt, dann haben wir es mit vier gespielt. Wir schauen mal, was wir in Bielefeld machen.”

Der Eindruck aus der Vorbereitung ist für den Trainer deutlich. “Wir müssen uns in Bielefeld nicht verstecken …”

Dass der VfL jetzt etwas mehr Variabilität mitbringt, ist ein kleines Luxusproblem. “Wenn wir von der Startelf sprechen, dann ist es so, dass einige näher rangerückt sind.” Für den Trainer eine gute Sache, denn so gibt es mehr Möglichkeiten.

Für den VfL beginnt jetzt die Vorbereitung auf das Topspiel in Bielefeld. Der Wunsch des Trainers? “Wir müssen daran arbeiten, über 90 Minuten konzentriert zu bleiben.” Das dürfte allerdings unter Wettkampfbedingungen in der 2. Liga auch etwas selbstverständlicher und leichter sein als auf dem Trainingsplatz.

Wichtig sei nur, so Reis, dass sich niemand verletze. Und dass sich alle eben noch dieses kleine Stück weiterentwickeln. “Es darf sich niemand zurückhalten”, so Reis’ kleine Warnung ans Team.