VfL Bochum kehrt zurück ins Training

VfL Bochum kehrt zurück ins Training

April 2, 2020 1 Von Carsten Schulte

An Fußballspiele ist vorerst nicht zu denken. Bis mindestens Ende April herrscht Ruhe im deutschen Profi-Fußball. Aber irgendwann soll es in irgendeiner Form weitergehen – und dafür bereitet sich der VfL Bochum ab kommenden Montag wieder vor.

Soll heißen: Das Training in Bochum startet wieder. Allerdings mit Einschränkungen – gemäß der seit dem 22. März geltenden Corona-Schutzverordnung seitens des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die besagt, dass im Falle von Berufssportlern nicht mehr zwingend eine Kontaktsperre gilt. Das Training darf demnach stattfinden, muss allerdings in völlig veränderter Form über die Bühne gehen.

Konkret bedeutet das: Der VfL hat drei Bereiche definiert, in denen das Training stattfindet. Das sind der Kraftraum, das Stadion selbst und der Trainingsplatz S1.

Die Spieler werden zu den Einheiten bereits vollständig in Trainingskleidung anreisen und nach Ende der Einheiten auch direkt wieder fahren – Duschen und Umziehen muss als zuhause stattfinden. Logisch ist, dass bei allen Einheiten die Mindestabstände eingehalten werden. Und trainiert wird nur zeitversetzt und in Kleingruppen an unterschiedlichen Stellen des Geländes.

Um Fangruppen oder neugierige Besucher (also verbotene Gruppenbildungen im öffentlichen Raum) abzuhalten, muss der VfL den Trainingsplatz mit Sichtblenden versehen – die Botschaft lautet: Es gibt hier ohnehin nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter…

Damit will der VfL die geltenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen erfüllen und zudem eine möglichst kontaktarme Umgebung für die Spieler schaffen.

Das Problem ist ja, dass nach Lage der Dinge ab Mai oder Juni möglicherweise Geisterspiele stattfinden sollen. Dann müssen die Teams so fit sein, dass auch viele Spiele in kurzer Zeit über die Bühne gehen können. Und das wiederum geht nur, wenn die Spieler nicht über viele Wochen auf Training verzichten müssen oder nur mit begrenztem individuellen Training arbeiten.

Dass der VfL jetzt vermutlich über weitere mindestens vier Wochen improvisieren muss, lässt sich nicht ändern. So wird es nun vielen Klubs gehen. Alles wird dem Ziel untergeordnet, die Saison zu irgendeinem Zeitpunkt wenigstens sportlich zu beenden.

“Der VfL Bochum 1848 bittet um Verständnis für diese Maßnahmen und hofft weiterhin auf die Solidarität der Bochumer Bevölkerung”, heißt es in der Klubmitteilung.