VfL Bochum: Beim 2:2 gegen Fürth geht es mehr ums Drumherim

VfL Bochum: Beim 2:2 gegen Fürth geht es mehr ums Drumherim

Juni 21, 2020 0 Von Carsten Schulte

VfL Bochum gegen Greuther Fürth – ein Spiel ohne Aufregung, eine Partie um nichts. Ausnahmsweise ist das eine angenehme Situation, denn in dieser schwierigen Saison sah es für den VfL Bochum wahrlich auch schon einmal anders aus. Es war aber auch ein bisschen zu spüren von “was hätte sein können”…

Nach dem Spiel verlassen Patrick Fabian Bochum, Anthony Losilla und Manuel Riemann (v.r.) das Spielfeld. Foto: Imago

Mit starken Leistungen und Ergebnissen hatte sich der VfL Bochum im Grunde schon vor einigen Wochen aus dem Tabellenkeller befreit. Der Klassenerhalt? Längst geklärt. Platz 6 steht für das einstige Kellerkind in der Statistik, mit knapp weniger Punkten Abstand nach oben als nach unten.

Vor dem Spiel verabschiedete sich Bochum von zehn Spielern. Celozzi, Danilo Soares, Lorenz, Osei-Tutu, Wintzheimer, Lampropoulos, Bapoh, Wellers und Gyamfi verlassen den VfL – und natürlich Urgestein Patrick Fabian.

Die aktuelle Tabelle der 2. Bundesliga

Aber natürlich mussten noch zwei Partien gespielt werden. Fürth machte den Anfang – und Thomas Reis wechselte noch einmal. Gamboa, Tesche und Weilandt kamen Celozzi, Janelt und Pantovic (Rotsperre).

Es entwickelte sich trotz sportlich wenig atemberaubender Aussichten eine intensive Partie. Dem VfL war durchaus anzumerken, dass die vergangenen Wochen noch einmal Selbstvertrauen und damit Kraft gegeben hatten.

Allerdings jubelte zunächst der Gast. Doppelpass Fürth, dann schloss Keita-Ruel energisch ab. Das 0:1 nach nur sieben Minuten. Tesches fast direkte Antwort wäre fast das 1:1 gewesen, aber Torwart Funk packte zu (10.).

Bochum blieb feldüberlegen, während die Gäste auf schnelle Konter warteten. Aber der VfL bekam die beste Chance: Mit einem Freistoß scheiterte Tesche nach 42 Minuten am Torwart der Gäste. Allerdings führte die direkt folgende Ecke dann doch zum Ausgleich: Tesche traf per Kopf zum 1:1. Das war auch der Pausenstand.

Bochum mit Druck raus

Nach dem Wechsel begann Bochum energisch. Es dauerte auch nicht lang, ehe Bochum wieder jubeln konnte. Wintzheimer setzte Osei-Tutu ein, der schloss frei vor Funk zum 2:1 ein.

Fürth tat sich in der Folge schwer, Bochum dominierte die Partie und hatte auch noch Chancen. Weintzheimer beispielsweise vergab ziemlich frei vor Funk das 3:1.

Allerdings ruhte sich Bochum am Ende wohl doch etwas zu sehr im Gefühl aus, das Ding sicher nach Hause schaukeln zu können. So bekam Fürth noch einmal Gelegenheiten. Und eine davon nutzte Ernst zum Ausgleich: Er drückte eine Hereingabe ins Tor – offenbar war die Bochumer Abwehr nicht ganz aufmerksam.

Nun ja, sei’s drum. Emotional wurde es nach 78 Minuten noch. Da bekam Patrick Fabian einen letzten (Heim-)Auftritt leider ohne Heimpublikum. Sein dritter Einsatz in der laufenden Saison, sein 322. Einsatz für eine Mannschaft des VfL Bochum.

Das 2:2 war dann der Endstand. Bochum reist am kommenden Sonntag zu Hannover 96.

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