Nach 3:3 gegen Wiesbaden: Trainer Robin Dutt kündigt Gespräch an

August 24, 2019 2 Von Carsten Schulte

Das 3:3 des VfL Bochum war eines dieser Spiele, die am Ende eine irre Gefühlswelt hinterlassen. Natürlich: Wer aus einem 0:3 noch ein 3:3 macht, darf sich eigentlich moralisch als Sieger fühlen. Aber wenn so ein Spiel am Ende nur einen Punkt bringt, und den zweiten Saisonpunkt überhaupt – dann gibt das Anlass zur Sorge. Denn so bravourös die Aufholjagd, so desaströs war die erste Halbzeit.

All die Probleme im Spielaufbau, in Handlungsfähigkeit, defensive Wackler – all das begleitete den VfL irgendwie ja schon durch die Vorbereitung und bestätigte sich bisher auch in der Liga.

Nach der Partie wirkte VfL-Trainer Robin Dutt angefasst wie selten zuvor. “Seit 18 Monaten bin ich hier und fühle mich dem Verein sehr verbunden”, so sein Fazit. Er werde nun eine Nacht darüber schlafen und sich dann mit Manager Sebastian Schindzielorz besprechen. “Vor allem über meine Position”, so Dutt vielsagend.

Natürlich sei er “hauptverantwortlich” für die Situation und er müsse sich nun fragen, ob man bei der Planung der Saison Fehleinschätzungen unterlegen sei.

Ob das nun die Andeutung eines Rücktritts war? Vermutlich wird es nicht so kommen, denn nach 4 Spieltagen wirft man nicht üblicherweise die Flinte ins Korn. Was Dutts ernüchterte Rede auf der Pressekonferenz allerdings deutlich zeigte: Der Trainer nimmt sich in die Pflicht, hinterfragt sich – eben auch öffentlich. Und wird sicher auch keine Maßnahmen scheuen, um das Team wieder auf Kurs zu bringen. Zumindest nach dem Spiel scheint es schwer vorstellbar, dass beim VfL Bochum schon so früh (freiwillig) Positionen geräumt werden. Zumal die zweite Halbzeit ja beweist, das im Team Leben steckt.

Robin Dutt kündigt ein Gespräch mit Sebastian Schindzielorz an. Da schwingt etwas Rücktritt mit. Was sagst du dazu?

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