Danny Blum sieht den VfL Bochum auch als “große Mannschaft”

Danny Blum sieht den VfL Bochum auch als “große Mannschaft”

Juni 25, 2019 1 Von Carsten Schulte

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Irgendwie ist er wieder zurück, der Danny Blum. Nebenan, beim FC Schalke, durchlief der heute 28-Jährige Flügelspieler einige Jugendteams in königsblau. Sein Wechsel zum VfL Bochum ist so etwas wie eine Rückkehr.

“Ich bin froh, wieder hier zu sein”, so Blum am Rande des Trainingsauftakts am Dienstag. “Ich kenne noch alles von damals, ich habe ja ganz in der Nähe Fußball gespielt.” Weil Blum auch einige Spieler wie beispielsweise Simon Zoller noch kennt, dürfte ihm die Eingewöhnung auch nicht weiter schwer fallen.

Zuletzt war der Flügelspieler ja von Eintracht Frankfurt nach Las Palmas ausgeliehen. “Eine tolle Erfahrung”, sagt Blum. “Ich habe ein neues Land erlebt, eine neue Sprache gelernt, auch einen ganz anderen Fußball.” Aber er musste dort eben auch auf seine Familie verzichten. Eltern und Bruder sind gemeint. “Famiilie ist mir sehr wichtig und zuletzt konnte ich sie nicht so oft sehen. Jetzt geht das besser.” Nun: Ein paar Kilometer sind es doch noch bis Frankenthal in der Nähe von Mannheim. Aber besser als ein paar Stunden Flug. “Die Familie lenkt mich ein bisschen ab vom Fußball, deshalb bin ich schon ganz froh, dass ich wieder hier bin.”

Blum kommt sicher mit Erfahrung. Verletzungen stoppten ihn häufiger. “Ich hatte schon einige Male Pech”, so Bum. “Aber ich bin immer wieder zurückgekommen.” Verletzungen gehörten zum Fußball dazu, man könne sie nicht ausschließen. “Aber ich versuche, mehr zu tun. Mehr auf meinen Körper zu achten. Ich hoffe, dass ich gesund bleibe. Dann kann ich dem Team und dem Verein weiterhelfen.”

Ach ja: Aktuell ist Blum fit. “Keine Wehwehchen”, sagt er und grinst. Aber jetzt stehen fünf Wochen Training an. “Da kann man sich dann noch einmal auf eine ganz neue Ebene bringen.” Nicht zufällig ist das große persönliche Saisonziel von Blum eben das: “Gesund bleiben.”

Sportliche Ambitionen

Sportlich will Blum aber beim VfL auch etwas erreichen. “Wir sind nicht so weit von den Großen entfernt”, sagt Blum. Die “Großen”, das sind die Bundesliga-Absteiger und der HSV. “Die haben mehr Druck als wir. Gerade die Absteiger müssen sich auch erst umstellen auf die 2. Liga. Und so weit entfernt sind wir eben nicht von denen, als dass wir nicht auch eine große Mannschaft sind…”

Klare Ansprache, aber warum auch sofort alles kleinreden? “Wenn man positiv ist, schaut man nach oben”, sagt Blum lapidar. “Und ich würde schon sagen, dass wir eher nach oben schauen.” Natürlich nicht, ohne den Blick auf die Tabelle zu verlieren.

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Blum bringt Tempo mit ins VfL-Spiel. So sieht es der Trainer und Blum selbst findet das auch. “Ich bin schon der Sprintertyp, der Zug nach vorn sucht und den Abschluss sucht.” Ob das dann reicht für die Startelf? “Nicht zu laut”, hält Blum den Ball flach. “Ich weiß, was es heißt zu spielen. Aber auch, nicht zu spielen. Ich werde die Anforderungen zu 100 Prozent ausfüllen, damit ich von Beginn an spiele. Aber sicher ist nichts im Leben.” Blum hat einige Erfahrungen gemacht.

In der “LaLiga2” kam er für UD Las Palmas zu 23 Einsätzen im vergangenen Jahr. Beim VfL sollen jetzt ein paar Einsätze dazukommen, in der 2. Bundesliga, versteht sich. Ob nun rechts oder links, spielt eher keine Rolle. “Ich bin da variabel.” Wichtig sei, das Team voranzubringen. Und wo genau Blum dann seine Heimat finden wird, dürfte eher vom Gegner abhängen.

Was auch immer die kommenden Wochen und Monate bringen – eines verspricht Blum: “Ich werde in jedem Spiel 100 Prozent geben und das Trikot mit Stolz tragen!”