Bockstarker Auftakt: VfL Bochum schlägt 1. FC Heidenheim 3:0

Bockstarker Auftakt: VfL Bochum schlägt 1. FC Heidenheim 3:0

Mai 16, 2020 1 Von Carsten Schulte

Zumindest diese Frage hat der VfL Bochum beantwortet: Wie hat das Team die Pause verarbeitet? Nun: Glänzend. Und das führte am Samstagmittag zu einem souveränen 3:0-Sieg gegen Heidenheim.

Anthony Losilla jubelt nach dem 1:0 gegen Heidenheim. Foto: Imago

Das erste Geisterspiel ist absolviert. Und der VfL Bochum war sofort wieder auf Betriebstemperatur in einer – um es vorsichtig zu sagen – “unterkühlten” Atmosphäre.

Beim VfL fehlte Decarli, auch Danny Blum musste mit Wadenproblemen passen. Trainer Thomas Reis brachte stattdessen Zoller und Osei-Tutu gemeinsam.

“Wer mit diesen Bedingungen am besten umgeht, wird am Ende gewinnen”, so der Kommentar von Sky vor dem Anpfiff. Offenbar war dieses Team der VfL.

Denn der setzte schnell Akzente und kam zur frühen Führung. Freistoß Soares, in der Mitte reagierte Losilla perfekt und gab dem Ball per Kopf den entscheidenen Stoß. Das 1:0 nach zehn Minuten war perfekt für Bochums Spielplan.

Heidenheim reagierte aber wenig geschockt und versuchte es durchaus mit dem Vorwärtsgang. Hier und da zeigten sich die Lücken im Bochumer Defensivverbund, aber so richtig große Gefahr kam eigentlich selten auf.

Heidenheims beste Szene nach dem Rückstand kam schnell: Nach 13 Minuten brachte der FCH einen Freistoß rein, aber Bochum klärte den zur Ecke.

Etwas Glück hatte der VfL, als Manuel Riemann im Bochumer Tor nach 21 Minuten richtig heftig danebengriff – aber da stand kein Heidenheimer frei, um den Ball ins Tor zu drücken.

Diese Fehler blieben aber eher Mangelware. Bochum hatte Spiel und Gegner weitgehend im Griff. Nur einmal musste Bochum noch durchatmen, nachdem Leipertz den Ball am VfL-Tor vorbeiköpfte (25.).

Jubel bei Osei-Tutu

Stattdessen freute sich der VfL, weil Osei-Tutu das 2:0 erzielte. Flach ins Eck, niemand stoppte den Bochumer an der Strafraumgrenze und das Arsenal-Talent zog satt ab.

Mit dem 2:0 ging es auch in die Pause.

Die Bochumer Auswechselspieler mit Abstand auf der Tribüne. Foto: Jürgen Fromme, Imago

Nach dem Wechsel bekam erst Heidenheim die große Chance zum Anschluss. Freistoß, dann Beermann per Kopf, aber da war zu wenig Druck hinter. Dem VfL konnte es nur Recht sein.

Nicht viel besser machte es Ganvoula nach 61 Minuten: Abschluss von links aus scharfen Winkel, aber auch ein paar Meter am Pfosten vorbei. Immerhin auch eine Chance für den VfL.

Das Team von Thomas Reis machte dann nach 64 Minuten den Deckel drauf. Ein prima Zuspiel von Robert Zulj verwandelte Ganvoula ganz eiskalt zum 3:0.

Damit war die Messe gelesen – auch wenn Ganvoula am Ende noch etwas Glück hatte, dass ein Ellbogencheck nur mit Gelb geahndet wurde. Ein Platzverweis wäre sicher hart gewesen, aber es gab auch schon Schiedsrichter, die so etwas gepfiffen hätten. Hier blieb es bei der Verwarnung, was wohl auch in Ordnung ging, denn Ganvoula war kein Vorsatz zu unterstellen.

Abpfiff – und Bochum hatte das erste Geisterspiel erfolgreich bestritten. In der Tabelle bedeutet das den Sprung auf Platz 11 – zumindest bis zum Sonntag…