0:0 in Nürnberg: Auswärtsblock des VfL Bochum steht!

0:0 in Nürnberg: Auswärtsblock des VfL Bochum steht!

Mai 30, 2020 1 Von Carsten Schulte

Der VfL Bochum bleibt nach der Corona-Pause auswärts ungeschlagen und ohne Gegentor. Das 0:0 beim 1. FC Nürnberg bedeutete für den VfL Platz 9 in der Tabelle.

Danilo Soares gegen Oliver Sorg. Foto: Imago

Trainer Thomas Reis musste umstellen. Für den gelbgesperrten Gamboa rückte Celozzi ins Team. Und auch im defensiven Mittelfeld gab es einen Wechsel, den Reis schon tags zuvor angesprochen hatte: Janelt durfte für Tesche ran.

Auf dem Feld entwickelte sich ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel ohne große Höhepunkte. Eigentlich war die aufregendste Szene schon nach zwei Minuten erledigt. Da spielte Leitsch einen etwas zu lässigen Rückpass auf Riemann. Nürnbergs Hack ahnte das und Riemann musste in höchster Not irgendwie sein Bein reindrücken und den Ball wegspitzeln. Das war ein kleines Signal an alle.

Es wurde aber nicht wilder. Bochums erste Szene war ein Freistoß von Soares, den Nürnberg gut klärte. Dann setzte Ishak für den Club einen Schuss meterweit ins zweite Stockwerk des Stadions. Und auch der kurz darauf folgende Eckball für den 1. FC Nürnberg war harmlos. Das alles war in den ersten zehn Minuten – klingt aber nur in der Aufzählung interessant. Tatsächlich war das bis auf die Szene nach zwei Minuten alles harmlos.

Was aus Bochumer Sicht eigentlich eine gute Nachricht war. Denn der VfL hatte Spiel und Gegner gut im Griff, kontrollierte den eigenen Strafraum und ließ wenig zu.

Das alles ging natürlich wie schon in Karlsruhe zu Lasten der Offensivleistung. Nach vorn kam wenig bis nichts vom VfL. Die wenigen Szenen, die es überhaupt gab, fanden eher beim Club statt – aber sämtlich harmlos. Hier mal ein Abschlussversuch von Hack (Celozzi klärte zur Ecke, 19.), dort ein Freistoß von rechts (23.). Und nach einer halben Stunde klärte Soares zum Eckball.

Bochums nächste Szene war erst nach 31 Minute zu notieren: Zulj mit einem Abschlussversuch, aber der wurde von Nürnbergs Abwehr geblockt. Erneut Zulj war es auch, der nach 35 Minuten Bochums ersten (!) Eckball per Kopf nicht wirklich mit Wucht aufs Tor bekam.

Wie gesagt: Bochum defensiv stabil, mit Spielkontrolle, nur halt vornerum nicht stark.

Drei Minuten Nachspielzeit änderten daran nichts.

Aus der Pause kam Bochum ohne Wechsel heraus. Es ging weiter ohne große Aufreger – zumindest bis zur 53. Minute. Da führte Dovedan einen Freistoß zentral schnell aus. Aber Lampropoulos war ebenso gedankenschnell und klärte die Szene.

Es dauerte bis zur 60. Minute, ehe Bochum wieder offensiv auffiel. Per Kopf scheiterte Losilla an Torwart Mathenia. Es war der Auftakt zu einer kleinen Phase mit etwas mehr Offensiv-Druck des VfL. Wenige Minuten nach der Kopfball-Szene war es Robert Zulj, der rechts den kurz zuvor eingewechselten Wintzheimer einsetzte. Dessen scharfe Hereingabe (oder Schuss) klärte Nürnberg in höchster Not.

Das war eine dieser wenigen guten Szenen, die sich eben nicht oft boten und die Bochum mit etwas Glück hätte nutzen können.

Danach tat sich wieder: nichts.

Nach gut 75 Minuten brachte Reis noch Weiland für Janelt und Tesche für Osei-Tutu. Das Spiel allerdings plätscherte weiter vor sich hin.

Bis zur 84. Minute! Da setzte Zrelak Hack ein, der steuerte in den Bochumer Strafraum, fand die Lücke und aus 14 Metern einfach satt ab – voll an die Latte des Bochumer Tores! Puh, das hätte am Ende richtig schiefgehen können…

Tat es aber nicht. Bochum holte sich den Auswärtspunkt, bleibt im siebten Spiel in Folge ohne Niederlage und auswärts weiter ohne Gegentor.